Konfiguration & Nutzung

FAQ zu Dedicated Servern

Von der RAM-Auswahl bis zur Abrechnung: Antworten auf sechs Themen rund um Bestellung und Nutzung.

Konfiguration

RAM passend wählen, Speicher gezielt planen

Beide Serverkonfigurationen haben denselben Prozessor und dieselbe Standard-Speicherausstattung. RAM-Kapazität, Laufwerksredundanz und Backup-Konzept sollten vor der Bestellung jeweils separat geprüft werden. Die Gesamtkapazität der Laufwerke bedeutet nicht, dass bereits Redundanz eingerichtet ist.

Welche RAM-Konfiguration passt: 128GB oder 256GB?

Beide Konfigurationen verwenden einen AMD EPYC 7543P mit 32 Kernen und 64 Threads. Der Unterschied liegt in der Kapazität des DDR4-3200-ECC-Arbeitsspeichers. Vor der Auswahl sollte der Speicherbedarf von Betriebssystem, Anwendungen, Datenbank-Cache und virtuellen Maschinen addiert und Raum für zukünftiges Wachstum eingeplant werden. Die Konfiguration mit 128GB kostet $454/Monat, die mit 256GB $616/Monat. Die Prozessorauslastung allein sagt nicht aus, wie viel RAM benötigt wird.

Lässt sich der RAM nach der Bereitstellung im bestehenden Server erweitern?

Der RAM kann nach der Bereitstellung nicht im bestehenden Server erweitert werden. Für einen Wechsel von 128GB auf 256GB muss ein weiterer Server bestellt und die Migration von Anwendungen und Daten eigenständig geplant werden. Bei der Auswahl sollten auch Datenbankpuffer, reservierter RAM für virtuelle Maschinen und zusätzlicher Spielraum für die Migration berücksichtigt werden.

Sind die mitgelieferten Laufwerke bereits als RAID-1 konfiguriert?

Nein. Die Standardausstattung umfasst 2×1TB NVMe. Beide Laufwerke sind direkt angeschlossen und nicht über ein Hardware-RAID verbunden. Die nominelle Gesamtkapazität beträgt 2TB; es handelt sich nicht um RAID-1. Partitionen, Dateisysteme und Redundanz müssen eigenständig eingerichtet werden. Der tatsächlich verfügbare Speicherplatz hängt auch von der Kapazitätsangabe, der Formatierung und dem Speicherbedarf des Systems ab. Spiegelung und Backups schützen auf unterschiedliche Weise und ersetzen einander nicht.

Wie viele zusätzliche NVMe-Laufwerke sind möglich?

Optional sind 0 bis 2 zusätzliche 2TB-NVMe-SSDs verfügbar. Jedes Laufwerk kostet $78/Monat. Auch zusätzliche Laufwerke werden direkt angeschlossen und nicht in ein Hardware-RAID eingebunden. Vor der Einrichtung eines Software-RAID oder eines ZFS-Spiegels sollten Verwendungszweck, Kapazitätsplanung und Backup-Konzept feststehen. Anfragen zum Hinzufügen von Laufwerken nach der Bereitstellung werden über ein Ticket im Kundenportal eingereicht.

Bereitstellung

Zahlung und Bereitstellung sind getrennte Schritte

Das Rechenzentrum befindet sich in Tokio, Japan. Zahlungsbelege sind auf der Abrechnungsseite zu finden, Angaben zur Bereitstellung in den Serverdetails. Vor dem Verbindungsaufbau sollten Serverstatus und Zugangsdaten angezeigt werden.

Wo sind nach der Zahlung der Bereitstellungsstatus und die Zugangsdaten zu finden?

Nach bestätigter Zahlung beginnt die Bereitstellung. Der Status ist auf der Serverseite im Kundenportal zu sehen; bezahlte Buchungen werden auf der Abrechnungsseite angezeigt. Nach Abschluss der Bereitstellung enthält die Serverübersicht die erste IPv4-Adresse, den Benutzernamen und das Anfangspasswort. Eine feste Bereitstellungsdauer wird nicht zugesagt. Maßgeblich ist der aktuelle Status im Kundenportal; eine abgeschlossene Zahlung bedeutet nicht automatisch, dass der Server bereits erreichbar ist.

Systeme

Vor der Neuinstallation sichern und Version prüfen

Linux, BSD und Proxmox VE sind kostenlos; Windows-Server-Lizenzen werden monatlich abgerechnet. Bei der Auswahl sollten auch die Anwendungskompatibilität, der Zugang und die Wiederherstellung vorhandener Daten berücksichtigt werden.

Wie wird eine Neuinstallation beantragt und was ist vorher vorzubereiten?

Für eine Neuinstallation wird ein Ticket im Kundenportal eingereicht. Es sollte die Serverkennung sowie das gewünschte Betriebssystem und dessen Version enthalten. Zur Auswahl stehen 14 kostenlose Betriebssysteme; für Windows Server fällt zusätzlich eine monatliche Lizenzgebühr an. Vor der Neuinstallation müssen Daten, Anwendungskonfigurationen und alle für die Wiederherstellung benötigten Informationen eigenständig gesichert werden. Außerdem sollte geprüft werden, ob sich das Backup wiederherstellen lässt. Eine Neuinstallation ersetzt keine Datenmigration und erhält die Daten auf dem ursprünglichen Laufwerk nicht.

Wie wird eine Windows-Server-Lizenz monatlich abgerechnet?

Bei Windows Server werden monatlich +$25 für eine Standard-Lizenz oder +$32 für eine Datacenter-Lizenz zur Monatssumme addiert. Der fällige Betrag ergibt sich anschließend aus der Monatssumme multipliziert mit der Anzahl der Monate des gewählten Abrechnungszeitraums. Verfügbar sind die Versionen 2019, 2022 und 2025; als Systemsprache stehen Englisch, traditionelles Chinesisch und vereinfachtes Chinesisch zur Auswahl. Änderungen werden per Ticket im Kundenportal beantragt. Vor der Bearbeitung sollten Zielversion, Lizenzversion und Datensicherung geprüft werden.

Bandbreite

Unbegrenztes Datenvolumen, wählbare Portgeschwindigkeit

Das Datenvolumen beschreibt die übertragene Datenmenge, die Bandbreitenoption die Portgeschwindigkeit. Auch bei ähnlichem Monatsvolumen kann der Bedarf je nach Spitzenlast und Anzahl gleichzeitiger Verbindungen unterschiedlich sein.

Bedeutet unbegrenztes Datenvolumen, dass es keine Bandbreitenbegrenzung gibt?

Nein. 250 Mbps, 1 Gbps und 2 Gbps sind Optionen für die Portgeschwindigkeit; pro Server wird eine Option gewählt. Bei allen Optionen ist das Datenvolumen unbegrenzt. 250 Mbps sind im monatlichen Serverpreis enthalten, 1 Gbps kostet zusätzlich $253/Monat und 2 Gbps zusätzlich $742/Monat. Unbegrenztes Datenvolumen bedeutet keine unbegrenzte Geschwindigkeit. Auch erreicht nicht jeder Verbindungsweg zwangsläufig die angegebene Portgeschwindigkeit.

Wie lässt sich die passende Bandbreite bestimmen?

Für die Auswahl sind der Spitzendurchsatz, gleichzeitige Verbindungen, das übertragene Datenvolumen pro Verbindung und der Bedarf für Backups und Synchronisierung entscheidend – nicht nur das monatliche Gesamtvolumen. Die Verbindungsgeschwindigkeit hängt außerdem von der Anbindung des Clients, dem netzübergreifenden Verbindungsweg und der Leistung der Anwendung ab. Änderungen an der Bandbreite werden per Ticket im Kundenportal beantragt. Vor der Auswahl kann die Monatssumme anhand der Preisseite berechnet werden.

IP

Für Verwaltungszugriffe die erste IPv4-Adresse verwenden

Die Anzahl der Adressen und ihre Konfiguration im Betriebssystem sind zwei verschiedene Dinge. Vor der Nutzung zusätzlicher Adressen sollten Zuordnung und Firewall-Regeln geprüft werden. Eine zusätzliche Adresse bedeutet nicht automatisch, dass eine Anwendung darüber erreichbar ist.

Wie viele IPv4-Adressen sind enthalten und was kosten weitere Adressen?

Enthalten ist 1 dedizierte IPv4-Adresse. Es können bis zu 255 weitere hinzugefügt werden, insgesamt also höchstens 256. Jede zusätzliche IPv4-Adresse kostet $2/Monat. Die Kosten werden nach Anzahl zur Monatssumme addiert und für die gewählte Laufzeit mit der Zahl der Monate multipliziert. Die Anzahl sollte nach dem tatsächlichen Bedarf von Host, Anwendungen und virtuellen Maschinen geplant werden. Zusätzliche Adressen müssen im Betriebssystem oder auf dem Virtualisierungshost eigenständig eingerichtet werden.

Welche IPv4-Adresse wird für SSH oder RDP verwendet, wenn mehrere vorhanden sind?

Für die Verbindung zum Server wird die erste IPv4-Adresse aus dem Kundenportal verwendet. Linux, FreeBSD und Proxmox VE werden per SSH erreicht, Windows per RDP. Benutzername und Passwort sind in den Serverdetails im Kundenportal angegeben. Weitere Adressen sind für Anwendungen oder virtuelle Maschinen vorgesehen und sollten nicht als bereits eingerichteter Administrationszugang betrachtet werden.

Abrechnung

Der Abrechnungszeitraum multipliziert nur den Monatspreis

Für die Kostenübersicht sind der monatliche Serverpreis, monatliche Zusatzoptionen und der fällige Gesamtbetrag getrennt zu betrachten. Änderungen an der Konfiguration wirken sich auf die Monatssumme aus; der Abrechnungszeitraum bestimmt die Anzahl der berechneten Monate.

Welche Abrechnungszeiträume gibt es? Fallen Einrichtungsgebühren an oder gibt es Laufzeitrabatte?

Zur Auswahl stehen monatliche, vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Zahlung für 1, 3, 6 oder 12 Monate. Keiner der vier Abrechnungszeiträume ist rabattiert. Es fallen keine Einrichtungsgebühren an und es gibt keine Vertragsbindung. Die Monatssumme setzt sich aus dem monatlichen Serverpreis, zusätzlichen Laufwerken, Bandbreitenaufschlägen, weiteren IPv4-Adressen und Windows-Lizenzen zusammen. Fälliger Betrag = Monatssumme × Anzahl der Monate. Abgerechnet wird in US-Dollar; die verfügbaren Zahlungsmethoden sind auf der Konfigurationsseite aufgeführt.

Wie werden Rückerstattungen und auslaufende, nicht verlängerte Dienste behandelt?

Rückerstattungen und nicht verlängerte Dienste werden gemäß den Nutzungsbedingungen im Einzelfall über ein Ticket im Kundenportal bearbeitet. Eine feste Rückerstattungsquote gibt es nicht. Für die Prüfung sollten die Bestell- oder Serverkennung, die betreffende Rechnung und das konkrete Anliegen angegeben werden. Keine Vertragsbindung bedeutet nicht, dass eine Rückerstattung automatisch erfolgt. Maßgeblich sind die Nutzungsbedingungen und das Ergebnis der Prüfung des Tickets.

Glossar

Acht Begriffe zu Hardware und Speicher

Die Begriffe helfen dabei, Ressourcen, Virtualisierung und Datenschutz einzuordnen. Sie bedeuten nicht, dass die entsprechenden Funktionen bereits eingerichtet sind.

NUMA
Non-Uniform Memory Access beschreibt den Zusammenhang zwischen Speicherzugriffen und CPU-Topologie. Bei der Planung von Ressourcen für virtuelle Maschinen oder Datenbanken sollte die vom System angezeigte Topologie berücksichtigt werden, nicht nur die gesamte RAM-Kapazität.
ECC
Error-Correcting Code kann einzelne Bitfehler im Arbeitsspeicher korrigieren. Der RAM dieser Server ist DDR4-3200 ECC. ECC schützt vor Speicherfehlern, ersetzt aber weder Prüfungen auf Anwendungsebene noch Datensicherungen.
AMD-V (SVM)
AMD-Hardwareerweiterung für Virtualisierung, die den Prozessor für einen Virtualisierungshost vorbereitet. Für virtuelle Maschinen müssen außerdem Hostsystem, Ressourcen der Gastsysteme und Netzwerk korrekt konfiguriert werden.
NPT
Nested Page Tables reduzieren den Aufwand für die Übersetzung von Speicheradressen in virtuellen Maschinen. NPT ist eine Hardwarefunktion für die Virtualisierung und macht eine ausreichende Zuweisung von Arbeitsspeicher nicht überflüssig.
NVMe direkt angeschlossen
Jedes NVMe-Laufwerk ist einzeln und ohne Hardware-RAID-Controller an das System angeschlossen. Das Betriebssystem erkennt eigenständige Laufwerke; Partitionen, Dateisysteme und Laufwerkskombinationen werden selbst eingerichtet.
Software-RAID
Eine vom Betriebssystem eingerichtete Laufwerksredundanz. Ob Spiegelung eingesetzt wird, wie die Laufwerke aufgeteilt werden und wie die Wiederherstellung nach einem Ausfall abläuft, sollte passend zum jeweiligen Bedarf geplant werden.
ZFS-Spiegel
Ein ZFS-Speicherpool speichert Daten redundant auf zwei gespiegelten Laufwerken. Die Spiegelung verringert die verfügbare Kapazität. Versehentliches Löschen oder Schäden auf Anwendungsebene erfordern weiterhin eine Wiederherstellung aus einem Backup.
Verschachtelte Virtualisierung
Virtualisierung, bei der innerhalb einer virtuellen Maschine ein weiterer Virtualisierungshost ausgeführt wird. AMD-V (SVM) und NPT stellen dafür relevante Funktionen bereit. Die tatsächliche Nutzung hängt außerdem von den Host- und Gasteinstellungen sowie der Ressourcenzuweisung ab.
Nächste Schritte

Preise prüfen oder ein konkretes Anliegen einreichen

Fragen zur Konfiguration und zum Budget lassen sich anhand der Preisliste klären. Fragen zu bestehenden Servern und Rechnungen werden per Ticket im Kundenportal bearbeitet.

Monatspreise und Zusatzoptionen

Die vollständige Preisliste umfasst beide Serverkonfigurationen mit 128GB und 256GB sowie die Kosten für zusätzliche Laufwerke, Bandbreite, weitere IPv4-Adressen und Windows-Lizenzen. Auch die Berechnung für monatliche, vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Zahlung wird erläutert.

Server- und Rechnungsanliegen

Für ein Ticket im Kundenportal die Server- oder Bestellkennung und das konkrete Anliegen angeben. Bei Verbindungsproblemen gehören die verwendete Adresse und der genaue Fehlertext dazu. Für eine Neuinstallation sollten Zielversion und Stand der Datensicherung genannt werden. Passwörter gehören nicht in den Tickettext.